Künstlerische Leitung Welttheater 2020

Lukas Bärfuss

Autor


Die Bücher des 1971 in Thun geborenen Schriftstellers liegen in zahlreichen Übersetzungen vor, seine Theaterstücke werden weltweit gespielt. Er hat sich mit den Romanen «Hundert Tage», «Koala» oder «Hagard» und Stücken wie «Die sexuellen Neurosen unserer Eltern», «Malaga» oder «Frau Schmitz» einen Namen gemacht. 2013 wurde er mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet, 2014 erhielt er den Schweizer Buchpreis. Von 2009 bis 2013 arbeitete Bärfuss als Dramaturg und Autor am Schauspielhaus Zürich, seit 2015 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Livio Andreina

Regie


Bereits vor zwölf Jahren arbeitete der heute 64-jährige Andreina mit Bärfuss zusammen, und zwar ausgerechnet in Einsiedeln für die Theatergruppe Chärnehus, die auch bei anderen Produktionen auf die Erfahrung und Qualität des Luzerners setzte. In mehreren Freilichtaufführungen inszenierte er Stücke von William Shakespeare, Thomas Hürlimann, Albert J. Welti, Gisela Widmer oder Paul Steinmann. Bei seiner Arbeit weiss er mit professionellen und gestandenen Schauspielern genauso gut umzugehen wie mit Laien und Jugendlichen. Seine künstlerische Arbeit brachte ihm den Anerkennungspreis der Stadt Luzern ein.

Anna Maria Glaudemans

Kostüm- und Raumgestaltung


Die 1958 in den Niederlanden geborene Anna Maria Glaudemans führt zusammen mit ihrem Mann, dem Welttheater-Regisseur Livio Andreina, die Werkstatt für Theater in Luzern. In vielen Produktionen – auch unter freiem Himmel – war sie für Maske, Kostüme und Bühne verantwortlich, häufig in Inszenierungen mit Laien-Ensembles. Werke von Lukas Bärfuss stattete sie im Chärnehus Einsiedeln aus («D'Sänger und s’Meitschi») und im Zürcher Theater Rigiblick («Zimmerstund», eine «Alpen-Kammer-Oper» mit Musik von Daniel Fueter). Anna Maria Glaudemans wurde mit Werkbeiträgen gefördert und mit Preisen ausgezeichnet.

Michael Wertmüller

Komponist

Der Schweizer Komponist und Schlagzeuger Michael Wertmüller stammt wie Lukas Bärfuss aus Thun, wo er 1966 zur Welt kam. Der Jüngere der beiden lieferte dem Älteren das Libretto zum Musiktheater «Anschlag», das 2013 am Lucerne Festival uraufgeführt wurde. Weitere Kompositionen wurden an den Donaueschinger Musiktagen oder an den Festivals MaerzMusik in Berlin und Musica Nova in München aus der Taufe gehoben. Die Oper „Weine nicht. Singe“ mit dem Libretto von Dea Loher wurde an der Staatsoper Hamburg uraufgeführt. Den Grundstein für seine Karriere legte Wertmüller an der Swiss Jazz School und am Konservatorium Bern. 

Graham Smith

Choreographie

Der 46-jährige Tänzer und Choreograf stammt aus den USA und begann seine tänzerische Ausbildung im Alter von acht Jahren. Angesprochen von der europäischen Tanzszene, bewies er sein Können an verschiedenen Theatern, auch in der Schweiz. Seit 2007 ist Graham Smith am Theater Freiburg i. Br. tätig als Choreograf und Künstlerische Leitung im Bereich Tanz und Junges Theater mit Spartenübergreifende, und Generationsübergreifenden Projekten für Laien und Profis. 2015 erhielt er den Preis der SolidarEnergie «für seine künstlerische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen».

Judith Gerstenberg

Dramaturgie


Sie wirkte am Theater am Neumarkt in Zürich, am Schauspielhaus Zürich, am Theater Basel und am Wiener Burgtheater. Heute ist sie Chefdramaturgin am Schauspiel Hannover. Judith Gerstenberg stammt aus Hamburg und studierte Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte. Den Welttheater-Autor Lukas Bärfuss kennt sie aus ihrer Arbeit als Dramaturgin seit langem. Sie arbeitete etwa bei den Basler Uraufführungen von «Die sexuellen Neurosen unserer Eltern» und «Alices Reise in die Schweiz» mit ihm zusammen, begegnete ihm aber auch in Podiumsdiskussionen und publizierte über sein dramatisches Werk.
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