Presseartikel
(K)eine heile Welt
(12/18/2006)      

Streifzug durch den Welttheater-Tag
(9/17/2006)      

Zwischen Wahn und Witz
(9/17/2006)      

"Das war ein furioser Start"
(9/17/2006)      

«Komplett anders als 2000»
(4/19/2006)      

51'000 Zuschauer erwartet!
(3/29/2006)      

Einsiedeln Tourismus an der ITB Berlin
(3/14/2006)      

Nachgefragt: Viktor Kälin sprach mit Thomas Hürlimann
(12/2/2003)      

Ausserordentliche Generalversammlung am 1. Dezember 2003
(12/1/2003)      

18. Generalversammlung der Welttheater Gesellschaft Einsiedeln
(7/11/2003)      

3/29/2006
51'000 Zuschauer erwartet!

Die GV 2006 der Welttheater Gesellschaft stand ganz im Zeichen der Spielperiode 2007. Das Projektkonkretisiert sich. Nächster Höhepunkt ist der Welttheater-Tag vom September.

Vi. Spürbare, fiebrige Vorfreude prägte die 21. Generalversammlung der Welttheater Gesellschaft Einsiedeln vom letzten Donnerstag. 95 Personen konnte Präsident Peter Kälin im Restaurant Klostergarten begrüssen – darunter die mit Spannung erwarteten Thomas Hürlimann (Autor) und Volker Hesse (Regie). Dass es nur noch 15 Monate bis zur Premiere vom 22. Juni sind, merkte man dem Abend an: Die Informationen waren präzise und liessen erkennen, dass das Gerüst für das Ereignis des Jahres 2007 steht – der nächste grosse Brocken wird das Vorliegen des Hürlimann’schen Textes sein, von dem man am Welttheater-Tag vom 9. September dann mehr zu hören bekomme.

«Kommt zur rechten Zeit»

Autor Hürlimann gab zu verstehen, dass «Theater keine Konserve sein kann» und er deshalb um thematische Aktualität ringe. Das Stück beginne mit sieben Taufen, erreiche in der Mitte mit der Hochzeit seinen Höhepunkt, um mit sechs Beerdigungen zu enden. Wiederum stellt er zeitliche Sprünge in die Vergangenheit in Aussicht und ebenso thematische Anlehnungen an Calderon. «Es gibt eine verrückte, wilde Geschichte; ein Spiel mit den Unsicherheiten: Was ist real im Stück und was ist ein Spiel im Spiel?» Dass es dazu viele Rollen brauche, quittierte der Saal mit herzhaftem Applaus.
Regisseur Volker Hesse seinerseits gab sich überzeugt, dass das Welttheater 2007 «im richtigen Moment kommt». Die Fragen um den Sinn des Lebens hätten sich verschärft: Weshalb machen wir den Gang von der Geburt bis zum Tod? Viele neue Grundfragen würden gestellt und Hesse fragt sich, ob es «eine neue Religiosität gibt»? Er selbst konstatiert ein religiöses Bedürfnis, ein Orientierungsbedürfnis: «Das Welttheater 2007 kann deshalb eine grosse Chance haben.» Obwohl «das Ding noch nicht abgeschlossen» sei, sieht Hesse einen «klugen kühnen Stil» und «tief in den Bauch gehende Bilder».

«Geduld und Respekt»

«Mit Respekt» sei der Vorstand an die Spielperiode 2007 herangetreten: «Das Projekt ist Achtung einflössend», gestand Präsident Peter Kälin, «und damit sei auch eine Erwartungshaltung verbunden». Die Organisation sei aufwändiger als 2000 – höher aber auch Freude und Erwartung. «Geduld und Respekt» waren denn auch die beiden zentralen Begriffe des präsidialen Jahresberichtes.
«Achtung einflössend» kann durchaus auch das Budget sein, das mit Einnahmen von 3,62 Millionen Franken und Ausgaben von 3,61 Millionen rechnet (die Spielperiode 2000 generierte einen Umsatz von vier Millionen Franken). Der Vorstand geht von 51’000 verkauften Sitzplätzen aus (2000: 65’000 verkaufte Sitzplätze). Die Tribüne umfasst 2650 Plätze; 36 Aufführungen werden angesagt und man geht von 30 spielbaren Abenden aus, was eine Auslastung von 60 Prozent ergibt. Eine relativ defensive Budgetierung. Die Platzpreise bewegen sich zwischen 35 und 90 Franken. Mit Freude konnte Präsident Kälin auch die Credit Suisse, die Migros und Bleuel electronic als Hauptsponsoren, das SF DRS als TV-Sponsor sowie den SonntagsBlick als Medienpartner bekannt geben. Zwei bewährte Kräfte sind als Kommunikationschefin (Edith Moosbrugger), respektive als Produktionsleiterin (Susi Clough) tätig.

Vermögensverminderung

Gegenüber dem 31. Dezember 2004 hat das Vereinsvermögen per 31. Dezember 2005 um 126’000 Franken auf noch 1,258 Millionen Franken abgenommen. Quästor Walter Meienberg erwähnte die Vorleistungen Welttheater 2007 mit rund 90’000 Franken als grössten Ausgabeposten. Erneut wurden auch 20’000 Franken aus dem Kulturfonds zugunsten von Einsiedler Kulturprojekten ausgeschüttet. Das Budget 2006 rechnet mit einem Mehraufwand von 137’000 Franken. Rechnung wie Voranschlag wurden einstimmig genehmigt.

Rita Kälin verabschiedet

Obwohl 2008 das eigentliche Wahljahr ist, wurden im Sinne einer kontinuierlichen Erneuerung bereits Ersatzwahlen durchgeführt. Da die Welttheater-Sekretärin Rita Kälin die Regieassistenz übernimmt, verliess sie nach zehn Jahren auf eigenen Wunsch den Vorstand vorzeitig. Sie wurde von Peter Kälin mit einer sympathischen Laudatio, einem Blumenstrauss und einem Gutschein sowie mit grossem Applaus verabschiedet. Für Rita Kälin wurde Marlies Schönbächler in den Vorstand gewählt. Und für den im Jahre 2004 verstorbenen Pater Daniel Meier wählte die Versammlung Pater Urban Federer als zweiten Klostervertreter in den Vorstand. Um 22.20 Uhr konnte Peter Kälin eine äusserst informative, kurzweilige Versammlung schliessen im Bewusstsein, dass Vorfreude und Interesse am Mitwirken gleichermassen gross sind. (Quelle: Einsiedler Anzeiger 03/06)



top       admin